Reisen ist entdecken. Entdecken neuer Kulturen, Gebräuche, Landschaften und auch immer ein Stück von sich selber.
Orte: Hamburg – Mailand
Der Wecker klingelte um 06:00 Uhr morgens aber ich war bereits wach. In den morgen Stunden fand einer der größten Ereignisse des Jahres statt. Die Ironman Weltmeisterschaft im Triathlon auf Hawaii. Auch dieses Jahr waren wieder viele herausragende Athleten am Start. Die Spannung war gross, ob die eigenen Favoriten das Rennen dominieren und den Sieg davon tragen würden. Doch jetzt aber zu meiner Reise. Wachgehalten vom Kampf um den Weltmeistertitel, stand ich um 06:30 Uhr völlig übermüdet auf. Keine Spur von Aufregung, nur den Bedarf nach einem Kaffee und den Wunsch die letzten Dinge einzupacken um den Rucksack endlich Schultern zu können.
Bevor es losging wog ich den Rucksack. 13 kg wog er. Das war in Ordnung. 15 kg habe ich bei Ryanair angegeben. Das kostet 15€. Wenn man über die 15 kg hinauskommt, wird es richtig teuer. Da das Gewicht passte konnte ich meine Reise antreten. Ich fuhr zum Hamburger Hauptbahnhof, wo ich mit einem Shuttle Bus für 10€ nach Hamburg-Lübeck befördert wurde. Das gute an dem Shuttle Bus ist, das der Flieger auf den Bus wartet und der Bus auf den Flieger. So ist die Fahrt nach und von Hamburg-Lübeck gesichert.
Wenn man mit Ryanair fliegt ist es wichtig von zu Hause aus einzuchecken und sich die Bordkarte auszudrucken. Hat man die Bordkarte nicht vorliegen, kostet das 40€ extra. Mein Tip beim Onlinebuchen über Ryanair, ganz genau durchlesen was man dort akzeptiert, dann geht auch nichts schief und es kommen keine Zusatzkosten mehr auf ein zu. Man kann übrigends bis 15 Tage vorher einchecken.
Am Flughafen traf ich Tina, wir kannten uns nicht sind uns aber auf einem Schwimm Trainingslager des Triathlon Vereins Triabolos bereits begegnet. So war der Flug nach Milano Bergamo kurzweilig und vergnüglich. In Milano Bergamo angekommen, hies es Abschied nehmen und eine Fahrtmöglichtkeit nach Milano Central zu finden. Das war recht einfach da dort ebenfalls ein Shuttle Bus nach Milano hinein fuhr. So kam ich für 9,90€ in etwa über eine halbe Stunde später an der Central Stationen in Milano an.
Dort war meine erste Amtshandlung in einem Café ein Stück Pizza und einen Cappuccino zu bestellen und zu verspeisen. Was soll ich sagen nur in Italien ist ein Cappuccino auch ein Cappuccino. Die Italiener verstehen was von ihrem Handwerk. Während ich dieses edle Italienische Getränk genoss kümmerte ich mich mittels meines Iphones um eine Übernachtungsmöglichkeit. In ca. 4 km Entfernung machte ich das Zebra Hostel aus, nicht unweit des Zentrums. Ich entschloss mich diese Distanz zu Fuss zu überwinden. Der Weg dorthin führte mich am Zentrum Mailands vorbei.
Sobald man die erste Geschäftsgasse betritt, merkt man sehr deutlich das man sich in der urbanen Modemetropole Italiens befindet. das sind nicht einfach nur Kleidungsstücke in den Schaufenstern, nein es ist der Ausdruck von Grazie, Schick und Lebensgefühl der einen da aus den Fenstern entgegen strahlt. Versage, Dolche Gabbana, Gucci alle sind sie vertreten. Dem entsprechend schick und modisch sehen auch die Menschen aus die sich auf diesen Strassen bewegen. Ich kann mich nicht dagegen wehren beeindruckt von dieser Schönheit zu sein.
Nach 1 1/2 Stunden Fussmarsch kam ich im Zebra an. Nach dem ich für 24€ für eine Nacht eingechekt habe bekam ich ein Armband aus Papier an dem man nun erkennen konnte das ich jetzt dazu gehöre. Ich brachte man Rucksack in das 16 Bett Zimmer und begab mich in den allgemeinen Aufenhaltsraum wo man chillt, sich zusammen findet, sein Essen einnimmt, die meiste Zeit aber im Internet mit seinem Notebook unterwegs ist. So zumindest das Bild das ich sah. Dort versorgte ich mein IPhone mit neuer Akkupower und recherchierte mit meinem IPad im Internet über die POI’s (Point of Interesst) Mailands.
Nachdem mein IPhone wieder genug Power hatte begab ich mich auf den Weg Mailand zu entdecken. Leider war es schon sehr spät um noch viel zu entdecken. Es war bereits nach 18:00 Uhr. Mein Weg führte mich zum grossen Kirchplatz bei der Kathedrale Duomo. Nach dem Petersdom in Rom und der Kathedrale von Sevilla ist es die dritt grösste Kathedrale der Welt. Dieses französiche-gotische Bauwerk benötigte 400 Jahre bis zu ihrer Vollendung. Eine vergoldete Marienstatue, die Madonnina schmückt in 108 m Höhe die Spitze. Ein imposantes Bauwerk.
Für einen Sonntag war der Kirchplatz überaus stark besucht. Von Duomo ging es gleich weiter zur Galleria Vittorio Emanuele II die Kathedralle des Konsums. Durch einen Riesen imposanten Torbogen betritt man die Shopping Mall des 1900 Jahrhunderts. Es gilt als schönste überdachte Einkaufsstrasse Italiens. Die Galleria besteht aus zwei Armen einen 200 m lang und der andere ca. 100 m lang. Dort wo sie sich kreuzen wölbt sich eine Glaskuppel in 50 m Höhe. Im ganzen ein beeindruckender Anblick.
Nach einem Spaziergang der mich durch das geschäftige Zentrum führte begab ich mich wieder auf dem Weg zu meinem Hostel. Eine Sache die mir sehr stark auffiel, war der unangenehme starke Geruch nach Zigarettenrauch. In Italien ist es ebenfalls nicht erlaubt in Restaurants zu rauchen bei der Bevölkerung scheint sich aber wohl noch kein Zigarettenkonsum Rückgang eingestellt zu haben. Ich bin jetzt als ehemaliger Raucher nicht zu einem penetranten Verfechter de nicht Rauchens geworden. Muss aber trotzdem feststellen, das frische Luft um einiges angenehmer ist.
Grossartig Bekanntschaft schloss ich im Zebra nicht. So beschäftigte ich mich mit der Geschichte Italiens und versuchte meine Wünsche für die nächsten Tage zu ergründen. Eins war mir bereits klar, morgen geht es nach Venedig. Mailand übte kein so grossen Reiz auf mich aus, der mich dort hätte halten können.
Morgen geht es dann also weiter aus Vendig.
Ciao Micha